Willkommen auf Long Key!

Folgende Kurzgeschichte bringt ziemliche Klischees für einen Psychohorror mit, aber was soll ich sagen? Bis zu dem Moment auf dem Parkplatz, in dem die Nacht für meine Protagonisten zur Horrornacht wird, ist die Geschichte wahr: Wir waren zu viert in den Florida Keys unterwegs, wir sind nachts nach einem Unwetter auf jenem Parkplatz gelandet und es war so herrlich unheimlich, dass wir damals schon in unserem geliehenen Mustang witzelten, in welch einer schablonenhaften Situation für Mord und Horror wir uns doch befinden. Und es wäre doch eine Verschwendung dieser erstklassigen Voraussetzungen, daraus keine kleine Geschichte zu zaubern 😉 …

„Lasst uns doch bitte endlich weiterfahren“, beschwerte sich Sandy auf dem Lederrücksitz des weinroten Mustangs.

„Aber echt Jungs, ihr könnt die Bilder doch wirklich woanders schießen, das muss nicht ausgerechnet hier sein“, pflichtete ihr ihre Freundin Victoria bei.

Die Backpacker waren nach einem Tagesausflug nach Key West auf dem Rückweg ins Hotel und nach einem Tankstopp auf einem leeren, schwach beleuchteten Parkplatz in Long Key mitten im Nirgendwo gelandet. Es war schon fast  1 Uhr nachts und die Dunkelheit hatte sich schon vor Stunden über die Keys und ihrem atemberaubenden Overseas- Highway gelegt. Die Rückfahrt hatte sich verzögert, weil Samuel, Joshua und die beiden jungen Frauen, die sich während ihrer USA- Reise in einem Hostel in Miami Beach zufällig kennenlernten, mitten in einen monsumartigen Regen geraten waren, während sie den Highway entlang gefahren waren. Mit einem Mal brachen die plötzlich auftretenden, schwarzen Wolken auf und ergossen sich über Floridas Inselchen. Joshua, der den Wagen gefahren hatte, hatte mitten auf dem Highway stehen bleiben müssen, genauso wie alle anderen Autos, denn von der Straße konnte man gar nichts mehr sehen. Nur literweise Regenwasser. Nachdem sie eine gefühlte Ewigkeit dort auf dem Highway verbracht und darauf gewartet hatten, dass sich das Unwetter verzog, konnten sie irgendwann endlich wieder weiterfahren, um wenig später festzustellen, dass das Benzin bis South Beach wohl nicht mehr reichen würde. Also waren sie immerhin bis Long Key gekommen. Jedoch, so paradiesisch die Inseln am Tage auch sein mochten, so unheimlich wurde es zumindest Sandy und Victoria nachts. Und dass die zwei jungen Männer, die sich zwischenzeitlich als ziemlich selbstverliebte Machos herausgestellt hatten, nun auf diesem Parkplatz stehen geblieben waren, um Fotos von sich zu machen, „weil unter dem Laternenlicht auf dem leeren Gelände, sieht der Mustang einfach nur Hammer aus“,  machte ihre Angst nicht unbedingt kleiner. Während Samuel und Joshua auf der Motorhaube des geliehenen Wagens abwechselnd für ein Foto posierten, hockten die Frauen im Inneren des Autos und warteten genervt auf das hoffentlich baldige Ende des Fotoshootings.

„Auf was haben wir uns da nur eingelassen… Es wird höchste Zeit ins Hostel zu fahren, das andauernde Gepose der beiden hält doch kein Mensch aus. Die sind ja schlimmer wie pubertierende Mädchen: Warte, das Bild ist nicht gut, ich mach die Hand lieber unters Kinn!“ äffte Sandy die Jungs nach.

„Na der Ausflug war ja ganz ok, immerhin haben wir uns die Kosten für den Leihwagen mit ihnen teilen können, dann haben wir zumindest etwas Geld gespart… Aber ich bin jetzt auch echt müde und möchte eigentlich nur noch ins Bett… Außerdem ist es hier wirklich gruselig… Hier wartet man ja direkt darauf, dass der Kettensägen Mörder zwischen den Bäumen da vorne springt. Jungs, wie sieht`s aus?“ Victoria versuchte erneut ihr Glück, aber Simon und Joshua begutachteten konzentriert ihre Fotos auf der Kamera. „Ein bisschen dunkel, oder was meinst du?“ murmelte einer der beiden.

„Jetzt reichts aber“, herrschte Victoria sie an. „Steigt jetzt endlich in den scheiß Wagen, wir wollen los. Genug Fotos für heute!“

„Alles cool, wir sind schon fertig“, versuchte Samuel sie zu beruhigen, als er und sein Kumpel endlich einstiegen. „Also ab ins Hostel!“ Joshua wollte den Wagen starten, aber der Mustang gab nur gluckernde Stottergeräusche von sich.

„Na spitze, auch das noch… Dann geh ich eben jetzt aufs Klo und lass mir von ein paar Viechern in den Hintern beißen… Aber vielleicht besser für euch, wenn ich mal kurz aussteige, sonst reiße ich noch einem von euch den Kopf ab. Seht zu, dass ihr das hinkriegt!“ Sandy stieg wütend aus dem Auto und ging Richtung Wald, der an den verlassenen Parkplatz angrenzte. Sie hörte Joshua noch sagen: „Als ob das jetzt unsere Schuld wäre, wenn der Mustang den Geist aufgibt…“, bevor sie durchs kniehohe Gras zwischen den Bäumen verschwand.

„Ist es eine gute Idee, sie alleine aufs Klo gehen zu lassen? Ganz schön düsteres Wäldchen!“ meinte Samuel.

„Das merkt ihr jetzt? Nachdem ihr eine halbe Stunde lang hier, in dieser gottverlassenen Gegend  Fotos habt machen müssen?“

„Alles klar, wir haben`s kapiert, jetzt ist aber auch gut! Ich finde es trotzdem nicht ok, dass Sandy alleine in den Wald geht.“

„Sie ist ein großes Mädchen, das schafft sie schon“. Victoria hatte die Schnauze so was von voll. Sie war hungrig und wollte einfach nur ins Bett. Und vor allem weg von hier.

Joshua hatte indessen den Motor unter die Lupe genommen, aber ehrlich gesagt, wusste er nicht, was er damit bezwecken wollte, er hatte null Ahnung von Motoren, Zündkabeln und Kerzen. Aber irgendeine Flüssigkeit schien auszulaufen und das, das kapierte sogar er, sollte nicht so sein. Was er allerdings nicht verstehen konnte, war, wie der stämmige Kerl von der Tankstelle das hatte übersehen können, nachdem er doch alles sorgfältig kontrolliert hatte. In der Ölwanne entdeckte er einen sauberen Schnitt, daraus kam also die Flüssigkeit und das nicht zu knapp. „Was zum Teufel…“ Er konnte seinen Gedanken nicht mehr zu Ende führen, da spürte er einen kräftigen Schlag auf seinen Hinterkopf und alles um ihn wurde dunkel. Der Mann, der ihn aus dem Hinterhalt niederstreckte, kam unbemerkt und schnell. So schnell, dass ihn Samuel und Victoria zunächst gar nicht bemerkten, erst der dumpfe Schlag hinter der Motorhaube ließ die zwei hochfahren.

„Was war das? Joshua, alles in Ordnung? Samuel wollte gerade die Wagentür öffnen, da wurde sie mit einem Ruck aufgerissen, sodass Simon aus dem Auto herausfiel und vor den dreckigen Stiefeln des Mannes auf dem Kieselboden landete. Es war nur eine Sekunde oder zwei, in der Simon den Mann von unten unter Schock ansehen konnte. Er erkannte den Tankwart mit den braunen, fettigen Haaren, dem Bart und den kräftigen Armen, der schon vorhin übelst nach Zigaretten und Schweiß gestunken hatte, wieder, und in ihm kam die späte Erkenntnis, dass der Typ gar kein Tankwart war. Wer arbeitete schon so spät nachts auf einer abgeschiedenen Tankstelle auf einer ebenso abgeschiedenen Insel? Er blickte ins abscheuliche Gesicht des Mannes und das letzte, was er sah, war die grobe,  verdreckte Schuhsohle über seinem eigenem Gesicht, bevor diese mit voller Wucht mehrmals auf ihn niederging,

Victoria musste mit Entsetzen mit ansehen, wie der mächtige Kerl mit hochrotem Kopf, schnaubend und schwitzend, auf Samuel voller Inbrunst eintrat. Sein Blick war grässlich funkelnd und sie konnte hören, wie es knackste und krachte, wie Samuel zuerst lauthals aufstöhnte und dann von Tritt zu Tritt immer leiser keuchte, während sie, gelähmt vor Entsetzen und Angst noch immer auf dem Rücksitz saß und dem Grauen entgegenstarrte. Erst als der Mann von seinem Opfer abließ, erwachte Victoria aus ihrer Starre und stürzte panisch aus dem Wagen. Sie kam nicht weit, da wurde sie an den Haaren nach hinten gerissen und zu Boden geworfen. Er setzte sich auf ihren Oberkörper, sodass sein schweres Gewicht Victoria nach unten drückte und sie keine Chance mehr hatte, zu entkommen. Er fasste ihre Arme, die ihn wegdrücken wollten und brach ihr zuerst die eine, dann die andere Hand. Das war das erste Mal in diesen Minuten,  dass Victoria aufschrie. Höllische Schmerzen durchfuhren ihren Körper und sie wünschte, sie würde ohnmächtig werden, um dem Ende so zu entgehen.

„Bitte, bitte nicht!! Lassen Sie mich gehen“, wimmerte sie, doch sie war sich nicht sicher, ob sie es wirklich hörbar aussprach. Ihr war qualvoll bewusst, dass sie sterben würde und hoffte lediglich noch auf einen schnellen Tod.  Das Atmen fiel ihr unter dem Gewicht immer schwerer. Ein letztes Mal öffnete Victoria ihre Augen und sah in das Gesicht eines Mannes, der sich seiner Mordlust gerade völlig hingab. Sie erkannte einen Mann, der sich regelrecht daran erquickte, anderen auf entsetzlichste Art und Weise das Leben zu nehmen. Sie hatte ein Monster vor sich, das ihr mit kaltem Blick unentwegt in die Augen schaute und sich daran ergötzte zu beobachten, wie sein Opfer unter seinen Bedingungen starb. Victoria spürte, wie seine Pranken ihren Kopf umfassten und bereits nach dem ersten Schlag gegen den Boden das warme Blut ihren Nacken hinunterlief.

Einige Meter entfernt musste Sandy beobachten, wie ihre Freundin von dem Fremden erschlagen wurde. Er schlug ihren Kopf solange gegen den Boden, bis sie leblos dort liegen blieb. Sandy war instinktiv auf den Baum geklettert, hinter dem sie vor nicht mal zehn Minuten aufs Klo gegangen war und hoffte nun, zwischen den Blättern, Ästen und der Dunkelheit unsichtbar zu sein. Als sie zu den anderen zurückkehren wollte, sah sie, wie jemand, sie vermutete, es war Joshua, vor dem Wagen lag und ein Mann auf Samuel mit voller Wucht eintrat. Sie konnte beobachten wie Victoria  viel zu spät aus dem Auto stieg und vergeblich versucht hatte, zu fliehen. Dann erkannte sie den Tankwart von vorhin und Sandy begriff sofort ihre Lage. Der Kerl wusste, dass sie zu viert gewesen waren und würde ohne zu zögern nach ihr suchen, um auch sie umzubringen.

Nun saß sie hier, wartete und versuchte ihr Weinen so gut es ging zu unterdrücken. Am liebsten hätte sie laut geschrien, am liebsten wäre sie wieder hinuntergeklettert und davongelaufen, aber dafür war es nun zu spät. Sie hoffte, dass ihre erste Eingebung, hier hinaufzuklettern nicht ihr Todesurteil bedeuten würde. Die Tränen liefen ihr über die Wangen, aus Angst, entdeckt zu werden und weil ihre Freundin und die anderen getötet wurden. GETÖTET. Wo war sie nur gelandet? Das war wie in einem Horrorfilm… Das konnte doch nicht wirklich echt sein. Das konnte doch nicht gerade ihr passieren. Noch nie in ihrem Leben hatte sie solch eine Angst. Die Übelkeit stieg in ihr hoch und sie hatte alle Mühe, sich nicht zu übergeben. Zwischen den Ästen konnte sie erkennen, wie der Mann sich von Victoria entfernte und sich mit der Hand übers Gesicht fuhr. Er schaute sich um. Sandys Magen verknotete sich und die Angst schien aus ihren Poren regelrecht hinauszuschießen. Bloß nicht bewegen…  Schluck deine Tränen… Für einen Moment schloss sie ihre Augen, um dann tief durchzuatmen und ihren Gedanken und Gefühlen auf eine ruhige Schiene zu bringen. Nur nicht durchdrehen, er wird dich nicht finden…

Als sie die Augen wieder aufmachte, war er weg. Sandy verkniff sich ein lautes „Scheiße“ und schaute in alle Richtungen, oder so weit es ihr hier oben eben möglich war zu blicken. Warum hast du nur die Augen zugemacht, du Idiotin? Wo ist er bloß hin? Mist, verfluchter… Und jetzt? Was soll ich jetzt tun? Warten… ich warte einfach. Worauf soll ich warten? Einfach darauf, dass es vorbei ist… Auf den Sonnenaufgang und darauf, dass Leute kommen. Und die anderen finden… Ja, dann bin ich in Sicherheit.

Sandy hatte keine Ahnung wie spät es war, sie hatte ihr Handy und natürlich auch restlichen Sachen im Mustang liegen. Vielleicht lag es noch darin, dann konnte sie die Polizei rufen. Der Gedanke war zu verlockend, aber sie konnte den Baum nicht hinunterklettern. Was, wenn der verrückte Kerl noch hier war und nur darauf wartete, dass sie aus ihrem Versteck kam? Außerdem brachte es sie nicht übers Herz Samuel, Joshua und vor allem Victoria zu nahe zu kommen und ihren Anblick ihrer leblosen und malträtierten Körper zu ertragen. Nein, sie blieb einfach hier oben. Und wartete darauf, dass die Sonne endlich aufging. Schon jetzt tat ihr die unbequeme Position auf dem Ast weh, aber auch damit musste sie leben. Und es war nichts im Vergleich mit ihren Gefühlen, die sich nicht mehr richtig ordnen ließen… In die Verzweiflung, Trauer, immense Furcht und dem Selbstmitleid mischte sich Wut auf den Mann, der den Tod so gewaltsam und plötzlich in ihr Leben gebracht hatte. Bitte lass diese Nacht schnell vorbeigehen, dachte Sandy bei sich. Die qualvolle Stille legte sich über den Parkplatz und dem kleinen Wäldchen, nur von weitem konnte sie das sanfte Rauschen des Meeres vernehmen.

Wie sie da oben auf dem Ast tatsächlich einnicken konnte, konnte sich Sandy wenige Stunden später nicht erklären, aber als sie im Morgengrauen aufwachte, schmerzten ihre Beine und ihr Nacken sehr und es brauchte einige Sekunden, bis sie sich die Ereignisse der Nacht wieder herbeirufen konnte. Ich muss Hilfe holen, dachte sie. Aber bevor sie es wagte, den Stamm hinunterzusteigen, schaute sie sich nochmals um, um sicherzugehen, dass der Kerl weg war. Und um sich halbwegs zu orientieren. Zur Tankstelle wollte sie auf keinen Fall zurück und mehr hatte sie gestern ja nicht gesehen von Long Key. Sie erinnerte sich, dass ein Stückchen weiter hinten, von der Straße, von der sie gekommen waren, eine Bar gewesen war, an der waren sie vorbeigefahren. Mehr schien hier nicht zu sein, zumindest nicht in unmittelbarer Nähe.

Sandy kletterte vorsichtig den Baum hinunter und ging leise die paar Meter bis zum Parkplatz, bis sie vor Schreck  erstarrte. Die Leichen ihrer Freunde waren allesamt verschwunden. Weg.  Das war ihr vorhin noch nicht aufgefallen. Das Auto stand mit geschlossener Motorhaube und geschlossen Türen einfach da, als wären seine Inhaber nur mal kurz die Gegend erkunden gegangen. „Was zum Teufel…“ Sandy drehte sich in alle Richtungen, aber es war weit und breit keine Menschenseele zu sehen. Mit einem Mal kam die Panik der Nacht wieder in ihr hoch… Sie wusste nicht, was ihr mehr zu schaffen machte. Dass die Leichen entsorgt wurden, oder dass sie entsorgt wurden und somit jemand noch die halbe Nacht auf dem Parkplatz beschäftigt gewesen war, ohne dass sie es mitbekommen hatte und sie somit die ganze Zeit noch in Gefahr gewesen war. Jetzt übergab sie sich und als sie fertig war, war sie irgendwie gelöster, als ob sie ihre unterdrückte Anspannung endlich ausgekotzt hätte. Sie lief zum Wagen, der zugesperrt war, spähte hinein und ohne große Überraschung stellte sie fest, dass all ihre Sachen weg waren. Dann rannte Sandy los. Sie rannte weg vom Parkplatz, die lange Straße entlang und spürte, wie heiß dieser Tag werden würde. Der Schweiß lief ihr hinunter. Erst jetzt merkte sie, wie durstig sie war. Der Weg zu der Bar kam ihr wie eine Ewigkeit vor, und als sie endlich ankam, dachte sie, die alte Bude hätte geschlossen. Aber tatsächlich klang von drinnen leise Radiomusik. Der knirschende Holzboden machte die Besitzerin auf den frühen Gast aufmerksam.

„Na, so früh kommen hier normalerweise keine Leute her. Was darf es denn sein, Schätzchen?“ fragte die magere, eingefallene Frau, die kaum noch Zähne im Mund hatte. Ihre schlecht blondierten Haare waren zerzaust, aber unpassender Weise waren ihre Fingernägel fein säuberlich rot lackiert.

„Ich brauche Hilfe, ma´am, und Wasser! Ich bin so durstig.“

„Hast du Geld dabei?“

„Nein, meine Sachen wurden gestohlen! Und meine Freunde, mit denen ich letzte Nacht hier war, die wurden alle umgebracht, vom Kerl von der Tankstelle da unten! Bitte, ich brauche  ihre Hilfe…“

„Ohne Geld gibt’s nichts zum Trinken. So einfach ist das!“

Sandy war verwirrt. Hatte die Frau nicht gehört, was sie ihr eben erzählt hatte? „Meine Freunde wurden ermordet, wen interessiert es in diesem Augenblick, ob ich Geld für ein verfluchtes Wasser dabei habe?“ Auf einmal wurde Sandy rasend wütend und hätte diese hohle Hinterwäldlerfrau am liebsten durchgeschüttelt. „Geben Sie mir ihr Telefon, ich muss die Polizei rufen!“

„Ach, jetzt werden wir auch noch unhöflich? Mach, dass du rauskommst, du kleines Miststück, sonst vergess ich mich noch.“

Sandy vergaß all ihre Manieren und eilte zum Telefon, das hinter der Bar an der Kasse stand. Die schmächtige Frau war stärker als sie aussah und hielt Sandys Hand fest, noch bevor sie zum Hörer greifen konnte, kam ganz nah an ihr Gesicht und sagte mit eindringlicher, flüsternder Stimme: „Du glaubst, die Polizei wird dich beschützen, aber sie wird dich nicht beschützen!“

In diesem Schockmoment sah Sandy aus dem Blickwinkel den roten Mustang  an die geöffnete Tür heranfahren. Und die schmächtige Hinterwäldlerfrau sagte grinsend:

„Willkommen auf den Inseln, Schätzchen, willkommen auf Long Key!“

 

3 Gedanken zu „Willkommen auf Long Key!

    1. GeschichtenimKopf

      Hallo lieber Patrick!!! Oh wow danke, freue mich über dein Lob und auch über die Nominierung sehr 🤗🤗🤗
      Ich werde mir das ganze mal genau anschauen und zusehen, dass ich mir die Zwit freischaufeln kann!!! Ich danke dir von ganzem Herzen!!!! ☺️
      Lg Sarah

      Gefällt 1 Person

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