Über mich und (meine) Geschichten im Kopf

Ich sehe Geschichten. Ich sehe sie überall, wohin ich auch blicke. Ich sehe eine Geschichte in jedem Fremden im Supermarkt, an der Bushaltestelle oder in der freundlichen Bedienung im Café; ich kann sie in dem einen oder anderen Passanten erkennen, wenn ich im Freien einfach nur so dasitze.

Ich frage mich: Woher kommen diese Männer, Frauen und Kinder und wo und wie leben sie? Was haben sie an dem heutigen Tag vor? Was hat sie hierhergeführt, worum kreisen ihre Gedanken gerade? Und warum sind sie in der Stimmung, in der sie sind? Was würden sie mir über sich erzählen, wenn ich sie fragen würde? Aber ich frage nicht- man fragt nicht wildfremde Menschen solche Dinge. Das wäre bloße Neugierde und vermutlich gar nicht mal so spannend. Also erfinde ich mir den Mensch, den ich da sehe einfach, ich male ihn mir aus- oder zumindest eine seiner Geschichten. Denn jeder Mensch ist eine Geschichte, mit vielen kleinen darin.

 Das war schon immer so- wenn ich etwas entdecke, das mich auf irgendeine Art beeindruckt oder mich bewegt, dann laufen Bilder in meinem Kopf um die Wette. Ihn ausschalten, meinen Kopf, konnte ich noch nie wirklich gut, und genau deshalb habe ich schon geschrieben, seit ich… nun seit ich es eben kann. Mal mehr und mal weniger. Mal längere Erzählungen, mal kürzere. Mal Gedichte und mal Texte, Hauptsache raus mit den Bildern in meinem Kopf. Es ist nun mal so:  Alles in meinem Leben, alles was mich berührt, alles was mir begegnet oder begegnet ist- alles ist eine kleinere oder größere Geschichte.

Und die ein oder andere möchte ich euch hier erzählen ✍🏼